Playbook · Ausgabe 2026

Das KI-Cybersicherheits-Playbook für den deutschen Mittelstand.

Zehn Seiten, die Deine Lage ordnen: Wie Angreifer KI einsetzen, welche KI Deine Mitarbeitenden längst nutzen, was NIS2 von der Geschäftsführung verlangt. Ohne Alarmismus, ohne Produktwerbung, mit Selbsttest und 30-Tage-Plan.

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Künstliche Intelligenz hat die Cybersicherheit auf beiden Seiten verändert. Angreifer formulieren fehlerfreie Phishing-Mails, imitieren Stimmen und handeln in Minuten. Gleichzeitig führen Mitarbeitende KI-Werkzeuge ein, oft ohne Freigabe und ohne dass die IT davon weiß. Dieses Playbook macht daraus etwas Handhabbares: vier Handlungsfelder, konkrete Maßnahmen, ein Plan für die nächsten 30 Tage.

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Das Schutzmodell

Vier Handlungsfelder statt einer Liste mit 200 Maßnahmen.

Sicherheit scheitert selten am fehlenden Wissen, sondern an der fehlenden Reihenfolge. Das Playbook ordnet jede Maßnahme einem von vier Feldern zu, damit klar ist, was zuerst passieren muss.

01

Sehen

Geräte, Identitäten, Datenflüsse und KI-Nutzung transparent machen. Nur was bekannt ist, lässt sich schützen. Dieses Feld beantwortet die Frage, was in Deinem Unternehmen überhaupt läuft.

02

Schützen

Angriffsfläche verkleinern: Patches, Härtung, Zugriffe, Schulung. Hier liegen die Maßnahmen mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, allen voran flächendeckende Multi-Faktor-Authentifizierung.

03

Reagieren

Vorfälle schnell erkennen und strukturiert behandeln. Kein Schutz ist vollständig. Entscheidend ist, wie schnell etwas auffällt und wie geordnet die ersten Minuten ablaufen.

04

Nachweisen

Maßnahmen dokumentieren, für NIS2, Versicherer und Kunden. Mit NIS2 genügt es nicht mehr, sicher zu sein. Unternehmen müssen es belegen können, und die Leitungsebene steht dafür gerade.

Der Inhalt

Was auf den zehn Seiten steht.

01

Wenn Phishing perfekt wird

Die Faustregel vom schlechten Deutsch ist Geschichte. Was sich konkret ändert: Personalisierung in Masse, Deepfake-Anrufe im Namen der Geschäftsführung, Angriffe die in Minuten ablaufen. Mit vier Sofortmaßnahmen.

02

Shadow AI: Die KI, von der Deine IT nichts weiß

Wo Daten wirklich abfließen: Eingaben in öffentliche KI-Dienste, Browser-Erweiterungen die Mails mitlesen, verknüpfte Konten mit Cloud-Zugriff. Und warum ein Verbotskatalog der falsche Reflex ist.

03

Identitäten sind das neue Einfallstor

Die meisten Angriffe beginnen nicht mit einem gehackten Server, sondern mit einem übernommenen Konto. Der typische Ablauf in vier Schritten, vom geleakten Passwort bis zum Betrug an Deinen Kunden.

04

Jedes Gerät, jede Lücke, jederzeit

Während alle auf KI schauen, bleiben ungepatchte Systeme, offene Fernzugänge und vergessene Geräte der Angriffsvektor Nummer eins. KI ändert nur eines: Angreifer finden diese Lücken schneller.

05

Deine Sicherheit endet nicht an Deiner Firewall

Der IT-Dienstleister mit Fernzugriff, das Steuerbüro mit Finanzdaten, der Lieferant mit Systemanbindung. NIS2 macht Lieferkettensicherheit ausdrücklich zum Teil des Risikomanagements.

06

Die entscheidenden ersten Minuten

Reaktion in fünf Schritten: isolieren, alarmieren, bewerten, wiederherstellen, lernen. Plus der Hinweis, den viele übersehen: Unter NIS2 gilt eine Erstmeldung binnen 24 Stunden.

07

NIS2: Aus Sicherheit wird Nachweispflicht

Was die Richtlinie im Kern verlangt und warum Dokumentation keine Bürokratie ist, sondern zunehmend darüber entscheidet, ob Versicherer zahlen und Großkunden Aufträge vergeben.

08

Selbsttest, Checkliste, 30-Tage-Plan

Acht Ja-Nein-Fragen mit Auswertung, zehn Grundmaßnahmen zum Abhaken und ein Plan, der die vier Handlungsfelder auf vier Wochen verteilt. Der Teil, mit dem Du am Montag anfangen kannst.

Leseprobe

Ein Beispiel aus Kapitel 1.

Jahrelang galt: Phishing erkennt man an schlechtem Deutsch, seltsamen Absendern und plumpen Formulierungen. Generative KI schreibt heute fehlerfreie, kontextbezogene Nachrichten im Ton Deines Unternehmens, mit Bezug auf reale Projekte aus LinkedIn, Deiner Website oder früheren Datenlecks.

Phishing · 2020
paypa1-service@mail-secure.ru

Sehr geerte Kunde, Ihre Konto wurde gesperrt!! Klicken Sie hier sofort um zu verifizieren Ihre Daten.

Leicht erkennbar

Phishing · heute (KI-generiert)
t.berger@[ihr-lieferant].de

Hallo Frau Klein, anbei die korrigierte Rechnung zu Projekt Nordbau. Fälligkeit hat sich geändert, neue Bankverbindung im PDF. Viele Grüße, Thomas

Korrekte Signatur · echter Projektbezug · sauberer Ton

Beispielhafte Darstellung aus dem Playbook, keine realen Daten.

Selbsttest

Acht Fragen. Ehrlich beantwortet.

Der vollständige Selbsttest mit Auswertung steht auf Seite 9. Hier sind die Fragen vorab. Wenn Du bei mehr als zwei zögerst, lohnt sich das Playbook.

7 bis 8 mal Ja: solide Basis, Niveau nachweisbar halten. 4 bis 6 mal: klare Lücken, mit Plan priorisieren. 0 bis 3 mal: erhöhtes Risiko, diese Woche beginnen.

  1. 01Weißt Du, welche KI-Tools Deine Mitarbeitenden tatsächlich nutzen?
  2. 02Ist MFA für alle Konten aktiv, auch für Admins und Funktionskonten?
  3. 03Existiert ein vollständiges, aktuelles Geräte- und Systeminventar?
  4. 04Werden Sicherheitsupdates laufend und nachweisbar eingespielt?
  5. 05Wird Deine Umgebung auch nachts und am Wochenende überwacht?
  6. 06Weißt Du, welche Dienstleister befristeten Zugriff haben?
  7. 07Gibt es einen geübten Notfallplan mit klarer Meldekette?
  8. 08Könntest Du Maßnahmen morgen einem Prüfer oder Versicherer belegen?
Der 30-Tage-Plan

Vier Wochen, vier Handlungsfelder.

Nach 30 Tagen hast Du keine perfekte Sicherheit. Aber Sichtbarkeit, geschlossene Kernlücken, einen geübten Ernstfallablauf und belastbare Nachweise. Das ist der Unterschied zwischen Hoffen und Steuern.

Woche 1

Sehen

  • Selbsttest durchführen
  • Geräte- und KI-Tool-Inventar
  • Drittparteien-Register beginnen
  • MFA-Lücken identifizieren
Woche 2

Schützen

  • MFA vervollständigen
  • Kritische Patches einspielen
  • Altkonten deaktivieren
  • KI-Richtlinie verabschieden
Woche 3

Reagieren

  • Notfallplan erstellen
  • Meldekette festlegen
  • Backup-Wiederherstellung testen
  • Überwachungslücken schließen
Woche 4

Nachweisen

  • Dokumentation zusammenführen
  • NIS2-Ist-Stand bewerten
  • Roadmap priorisieren
  • Statusbericht an die Geschäftsführung
Für wen

Geschrieben für Menschen, die entscheiden müssen, nicht für Sicherheitsforscher.

Geschäftsführung

Du trägst unter NIS2 persönliche Verantwortung und kannst sie nicht vollständig delegieren. Das Playbook sagt Dir in verständlicher Sprache, wonach Du fragen musst und woran Du erkennst, ob die Antwort belastbar ist.

IT-Leitung

Du weißt vermutlich das meiste davon. Was hier hilft, ist die Argumentationskette in Richtung Geschäftsführung: warum 24/7 kein Luxus ist, warum Nachweise entlasten und warum Shadow AI kein Verbotsthema ist.

Compliance und Finanzen

Du brauchst Nachweise, die einem Prüfer, einem Versicherer oder einem Großkunden standhalten. Das Playbook zeigt, welche Dokumentation NIS2 im Kern verlangt und wie eine laufende Nachweisablage aussieht.

Der direkte Weg

Lieber direkt sprechen statt lesen?

30 Minuten, unverbindlich. Wir schauen uns Deine Lage an und sagen Dir ehrlich, wo Du stehst.

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Fragen

Häufige Fragen zum Playbook

Was kostet das Playbook?
Nichts. Das Playbook ist kostenlos und vollständig. Es gibt keine gekürzte Fassung und keine Bezahlschranke auf Seite drei.
Was passiert mit meinen Daten?
Deine Angaben werden ausschließlich dafür verwendet, Dir das Playbook bereitzustellen und Dich auf Wunsch zu kontaktieren. Wir geben sie nicht an Dritte weiter und tragen Dich nicht ungefragt in einen Verteiler ein. Details stehen in der Datenschutzerklärung.
Werde ich jetzt angerufen?
Nur wenn Du das möchtest. Der Download ist kein Terminwunsch. Wenn Du im Anschluss ein Gespräch willst, findest Du im Playbook und auf dieser Seite den direkten Weg dorthin.
Ist das Playbook eine Rechtsberatung zu NIS2?
Nein. Das Playbook ordnet die Anforderungen fachlich ein und nennt die Stellen, auf die es ankommt. Ob und wie NIS2 auf Dein Unternehmen zutrifft, ist eine Einzelfallfrage und gehört rechtlich geprüft.
Für welche Unternehmensgröße ist das gedacht?
Für den Mittelstand, also Unternehmen ohne eigenes Security Operations Center und ohne rund um die Uhr besetzte IT. Genau dort trifft die Lage am härtesten, weil die Angriffsfläche groß und die Verteidigung dünn besetzt ist.
Woher stammen die Inhalte?
Aus öffentlich verfügbaren Informationen des BSI, der NIS2-Richtlinie im Wortlaut und der CAVRIX-Leistungsbeschreibung. Dargestellte Dashboards und Zahlenbeispiele sind als beispielhaft gekennzeichnet und enthalten keine realen Kundendaten.