Betrugsprävention

CEO Fraud verhindern, Rechnungsbetrug stoppen

74 Prozent des Schadenswerts bei betrügerischen Überweisungen im EWR entstehen, weil jemand den Zahlenden manipuliert. Wir setzen die Prüfschritte davor.

Betrug im Mittelstand ist selten ein Hackerangriff. Meist ist es eine geänderte IBAN, die niemand gegengeprüft hat.

Wo das Geld wirklich verloren geht

Fake President und CEO Fraud: Eine Mail oder ein Anruf im Namen der Geschäftsführung setzt Deine Buchhaltung unter Zeitdruck. Das FBI weist für 2025 rund 3,05 Milliarden US-Dollar Schaden aus Business Email Compromise bei 24.768 Fällen aus, Platz zwei aller Schadensarten.

Fingierte Bankverbindungsänderung: Ein Lieferant meldet eine neue IBAN, das Postfach gehört aber längst dem Angreifer. In Deutschland lag der Überweisungsbetrug im Datenjahr 2024 bei 474 Millionen Euro, der Lastschriftbetrug bei 72 Millionen Euro, dem höchsten Wert aller EWR-Länder.

Lange Laufzeit: Der Median-Betrugsfall bleibt laut ACFE 12 Monate unentdeckt. Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten tragen dabei den höchsten Medianschaden aller Größenklassen, rund 126.000 US-Dollar.

Was CAVRIX einrichtet

Stammdaten und Zahlläufe

  • Prüfung der Lieferantenstammdaten und jeder gemeldeten Änderung der Bankverbindung
  • Vier-Augen-Freigabe und Sperrfrist nach jeder IBAN-Änderung, mit Rückruf an die hinterlegte Nummer
  • Empfängerüberprüfung vor dem Zahllauf, nicht erst bei der Einzelüberweisung in der Bank

Technische Erkennung

  • Erkennung von Lookalike-Domains und minimal veränderten Absenderadressen
  • Hinweise auf kompromittierte Postfächer, etwa stille Weiterleitungsregeln in der Buchhaltung
  • SPF, DKIM und DMARC sauber aufgesetzt, damit niemand im Namen Deines Unternehmens schreibt

Menschen und Nachweis

  • Awareness für Buchhaltung und Einkauf, mit den Szenarien Deiner Branche statt allgemeiner Folien
  • Klare Eskalation für Eilfälle, damit Zeitdruck kein Argument für das Überspringen von Kontrollen ist
  • Dokumentierte Evidenz für Wirtschaftsprüfung, Audit und Versicherung
Was sich messbar ändert
4 Augen

Keine Änderung einer Bankverbindung ohne zweite Freigabe und dokumentierten Rückruf

Zahllauf

Abgleich von Empfängername und IBAN für den gesamten Lauf aus dem ERP, nicht nur für Einzelbuchungen

12 Monate

So lange bleibt ein Betrugsfall im Median unentdeckt. Wir verkürzen die Strecke bis zum Auffallen

FAQ

Betrugsprävention

  • Ist Betrugsprävention für Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben?

    Eine Pflicht, bestimmte Anti-Fraud-Software einzusetzen, gibt es nicht. Relevant sind § 30 Abs. 2 Nr. 4 BSIG zur Sicherheit der Lieferkette, Nr. 9 zur Zugriffskontrolle und Nr. 10 zur gesicherten Sprach-, Video- und Textkommunikation, dazu die Geschäftsleiterhaftung nach § 38 BSIG und § 130 OWiG, der Aufsichtspflichtverletzungen mit Bußgeldern bis 1 Million Euro belegt.

  • Meine Bank prüft doch seit Oktober 2025 den Empfängernamen.

    Deine Bank prüft die Einzelüberweisung, nicht Deinen Zahlungslauf. Seit dem 9. Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum nach Verordnung (EU) 2024/886 bei SEPA-Überweisungen einen Abgleich von Empfängername und IBAN anbieten. Diese Pflicht trifft die Bank, nicht Dein Unternehmen. Bei Sammelaufträgen aus dem ERP greift der Abgleich faktisch nicht, und genau dort fließt im Mittelstand das meiste Geld.

  • Treibt künstliche Intelligenz die aktuelle Betrugswelle?

    Die Daten geben das so nicht her. Im IC3-Bericht 2025 sind nur rund 30,3 Millionen von 3,05 Milliarden US-Dollar BEC-Schaden ausdrücklich als KI-gestützt erfasst, also etwa 1 Prozent. Das Dunkelfeld ist hoch: Der Bitkom meldet für 2025 4 Prozent der deutschen Unternehmen mit Deepfake-Schäden und 66 Prozent mit dem Eindruck verstärkten KI-Einsatzes. Wir bauen deshalb Kontrollen, die unabhängig vom Werkzeug des Täters greifen.

  • Wie passt das zum Datenschutz?

    Betrugsprävention ist nach Erwägungsgrund 47 DSGVO ausdrücklich als berechtigtes Interesse anerkannt. Artikel 22 DSGVO begrenzt vollautomatische Entscheidungen mit erheblicher Wirkung, deshalb bleibt bei uns ein Mensch in der Schleife. Auffälligkeiten werden angezeigt und begründet, entschieden wird von Deinem Team.

  • Wie läuft die Einführung ab?

    Zuerst nehmen wir Deine Zahlungswege und Freigabeketten auf: Wer legt Lieferanten an, wer ändert Bankverbindungen, wer gibt frei, welche Wege gelten bei Eilzahlungen. Danach ziehen wir die Kontrollen dort ein, wo das größte Volumen fließt. Deine bestehenden ERP- und Banking-Prozesse bleiben erhalten, wir ergänzen die Prüfschritte und dokumentieren sie prüffest.

Sprich mit uns, bevor die nächste IBAN-Änderung hereinkommt

Wir sehen uns Deine Freigabekette an und sagen Dir konkret, an welcher Stelle sie reißt. Schreib uns an info@cavrix.de.